Die Ort Teror liegt im zentralen nördlichen Bereich der Insel auf einer Höhe von 500 bis 700 Metern über dem Meeresspiegel. Die im Vergleich zu südlicheren Lagen der Insel deutlich höheren Niederschläge lassen Teror zum grünen Herz von Gran Canaria werden. Die Stadt liegt etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria entfernt. Die etwa 13.200 Einwohner zählende Gemeinde nimmt eine Fläche von rund 25 Quadratkilometern ein. Da das Städtchen im Inselinneren liegt, ist es von den Erscheinungen einer ausufernden Tourismusindustrie weitestgehend verschont geblieben, doch kommen regelmäßig recht viele Tagesgäste auf Erkundungstour vorbei.

Da das Städtchen im Inselinneren liegt, ist es von den Erscheinungen einer ausufernden Tourismusindustrie weitestgehend verschont geblieben, doch kommen regelmäßig recht viele Tagesgäste auf Erkundungstour vorbei.
Teror: Geschichte und historisches Schmuckstück
Teror wurde bereits 1481 gegründet und gehört damit zu den ältesten Orten der Kanaren. Er beherbergte Klöster, Herrenhäuser von Adelsfamilien und eine Basilika. Ein Teil dieser Bauten ist noch heute erhalten. Zum Wallfahrtsort der einheimischen Bevölkerung wurde Teror gegen Ende des 16. Jahrhunderts.
Die Lage im nördlichen Teil der Insel und auf mittlerer Höhenlage beschert dem Ort ein angenehmes Klima und grün bewachsene Hügel im Umfeld. Die denkmalgeschützte Altstadt zieren typisch Kanarische Häuser mit aufwändig gefertigten Holzbalkonen.



Am besten erhalten und restauriert sind die Häuser in der zentralen Straße und Fußgängerzone Calle Real de la Casa. Hier flanieren die Besucher durch die kleine Stadt. Sie endet an der Basilika auf dem Plaza del Pino.
Die Basilika Nuestra Señora del Pino – historisches Zentrum Terors
Die Treppen zum Eingang der Basílica de Nuestra Señora del Pino liegen am zentralen Plaza del Pino in Teror. Der Platz wird durch große Kiefern und einen riesigen Lorbeerfeige dominiert. Im Schatten der Bäume lässt es sich auch bei großer Hitze gut verweilen. Am Rand des Platzes finden sich kleine, aber meistens gut besuchte Cafes. Immer Sonntags findet hier und rund um die Basilika einer der beliebtesten und ältesten Märkte Gran Canarias statt. Neben lokalem Kunsthandwerk kann man auch regionale Spezialitäten wie Käse und Mojo erwerben. Nach den großen Waldbränden im Herbst 2019 wurde hier auch die UME-Einheit (Unidad Militar de Emergencias) geehrt, die maßgeblich bei den Löscharbeiten unterstützt hat.



In der Basilika steht die Virgen del Pino, Schutzherrin der Diözese der Kanarischen Inseln. Ihr zu Ehren findet jährlich am 7. September ein großer Festzug mit Repräsentanten aus allen Gemeinden der Insel statt. Der darauf folgende 8. September stellt den Hauptfeiertag dar. Er wird mit Messen und einer großen Prozession gefeiert, bei der die Marienstatue durch die Straßen getragen wird.



Die inzwischen mehrfach sanierte Basilika geht auf das Jahr 1767 zurück. Sie zählt zu den bedeutendsten religiösen Gebäuden auf den Kanaren und bildet das Zentrum der Gemeinde. Das Bauwerk steht an der Stelle, an der Hirten 1481 die Jungfrau Maria in einer Kiefer erschien. Papst Benedikt XV verlieh der Kirche den Rang einer Basilica minor während Papst Pius X 1914 die Virgen del Pino zur Schutzpatronin der Diözese erhob.
Öffnungszeiten der Basilika
| Montag | 16:00 bis 19:30 Uhr |
| Dienstag bis Freitag | 08:30 bis 14:30 Uhr und 16:00 bis 19:30 Uhr |
| Samstag | 08:30 bis 14:30 Uhr und 16:00 bis 20:30 Uhr |
| Sonntag | 07:30 bis 14:30 Uhr und 16:00 bis 19:30 Uhr |
Gottesdienste
| Montag bis Freitag | 19:00 Uhr |
| Samstag | 19:30 Uhr |
| Sonntag | 08:00, 10:00, 11:00, 12:00 und 19:00 Uhr |
Die dreischiffige Basilika in barocker Gestaltung und mit massiven Säulen im Innenraum beeindruckt durch einen prachtvollen Hochaltar. Die Virgen del Pino befindet sich hoch oben im Hinteren Teil des Altars und bildet den Abschluss des Innenraums.
Weitere Straßen und Plätze in Teror
In Teror finden sich neben der der Basilika mit dem Plaza del Pino noch einige weitere historische und sehenswerte Straßen und Gebäude in der malerischen Stadt auf Gran Canaria.
Calle Real de la Casa
Die Calle Real de la Casa wurde eingangs bereits kurz beschrieben. Gut erhaltene Herrenhäuser mit aufwändig gestalteten Holzbalkonen ziehen die Besucher der Stadt an. Viele Gebäude sind in intensiven Farben gestrichen, kleine Geschäfte und Restaurants laden zum Verweilen ein. An manchen Tagen ist die ikonische Straße von Verkaufsständen gesäumt. Der denkmalgeschützte Straßenzug ist als Fußgängerzone ausgewiesen. Dadurch können Gäste hier in aller Ruhe die Stadt erkunden.



Gleich zu Beginn der Straße, in der Calle Real Nr. 1 befindet sich das Museo de los Patronos de la Virgen, in dem der Lebensstil und das Wirken reicher Großgrundbesitzer nachgestellt ist. Das Haus gehörte einst der Adelsfamilie Manrique de Lara. Der typisch kanarische Innhof lassen sich Stallungen und einige Kutschen bestaunen – darunter auch eine des ehemaligen spanischen Königs Alfons XIII. Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag 11:00 bis 18:00 Uhr.
Palacio Episcopal und das Rathaus von Teror
Der ehemalige Bischofspalast liegt direkt zwischen der Basilika und der Calle Obispo Urquinaona und wird heute als Kulturzentrum genutzt. Es schließt sich der Plaza de la Alameda mit dem Tourismusbüro an. Einigen Bäume spenden an heißen Tagen Schatten. Nördlich des Platzes schließt sich das Rathaus von Teror an. Auch hier lohnt sich ein Besuch. Das Gebäude ist von Montag bis Freitag von 09:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.



Calle de la Diputación in Teror
Die Calle de la Diputación geht von einer schmalen Straße in eine lange Treppe über, in deren Mitte sich eine Wassertreppe befindet. Im Winter ist die Treppe mit intensiv roten Weihnachtssternen geschmückt. Die Treppe führt zur Oberstadt, von wo aus man einen guten Blick auf Teror hat. rechts und weiter bergan, gelangt man zum alten Zisterzienserkloster.



Zisterzienserinnenkloster von Teror
Das Monasterio Cisterciense in der Calle del Castaño wurde 1882 gebaut und 1888 von Bischof José Proceso Pozuelo y Herrero an die Nonnen übergeben, die Jahre zuvor aus Las Palmas vertrieben wurden. Es ist bis heute bewohnt und wurde erst 2003 restauriert. Für ihren Unterhalt ist es den Nonnen erlaubt, Süßigkeiten und Gebäck zu verkaufen.



Was man sich noch in Teror ansehen sollte
Das kleine Museo del Perfume liegt direkt an der linken Flanke der Basilika. Hier kann man Einblick in die Parfümherstellung aus regionalen Essenzen nehmen und sich nebenbei auch beraten lassen und Parfüme kaufen.
Der Sonntagsmarkt von Teror – ein Erlebnis für Besucher
Der Wochenmarkt von Teror findet jeden Sonntag von 09:00 bis 15:00 Uhr statt. Es gibt ihn seit mehr als 200 Jahren, damit ist er einer der ältesten Märkte Gran Canarias. An den Ständen rund um die Basilika und auf dem Plaza de Sintes wird regionales Gemüse, Obst, Käse und Backwaren angeboten. Darüber hinaus auch Kunsthandwerk, religiöse Arbeiten und Kleidung. Meistens trifft man hier auch auf die Nonnen aus dem Kloster, die ihre Backwaren verkaufen. Ideal zum Beispiel als Mitbringsel.



Feierlichkeiten und Feste in Teror
Das wichtigste Event des Jahres ist die Fiesta del Pino am 08. September des Jahres. Dabei handelt es sich um eine Feier zu Ehren Marias. Dem voran geht am 07. & 08. September eine Wallfahrt, die in Teror endet. Zu diesem Anlass pilgern Gläubige aus allen Teilen der Insel in die Stadt.
Das Fest des Heiligen Josef findet am ersten Sonntag im Mai statt. Geboten werden ein Vieh- und Kunsthandwerksmarkt. Darüber hinaus auch verschiedene Darbietungen.
Am letzten Sonntag im Juli wird das Fest des Wassers begangen. Auch hier findet wieder ein Viehmarkt statt und es gibt eine Prozession samt Opfergaben mit denen für ausreichend Wasser im Folgejahr gebeten wird.
Gastronomie in Teror
Rund um die Kirche Nuestra Señora del Pino befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, überwiegend auch mit einem Außenbereich. Auch in der Calle Real und der parallel verlaufenden Calle Nueva wir man fündig, wenn man auf der Suche nach Restaurants, Bars und Cafés ist. Gleiches gilt für die Plaza de Sintes. Beliebt sind die kleinen Tapas-Bars, die echt kanarische Kost anbieten: Von Fleisch mit Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln) bis hin zu frischem gegrillten Fisch.
Anreise nach Teror
Von den Stränden des Südens aus braucht man weniger als eine Stunde, um in eine vollkommen andere Welt einzutauchen. Teror ist das religiöse und historische Herz der Insel und eines der schönsten Ziele Gran Canarias.
Anreise mit dem Auto/Mietwagen
Von Las Palmas
Von Las Palmas aus geht es über Tamaraceite auf die kurvige, landschaftlich recht schöne Landstraße GC-21 in Richtung Teror. Unterwegs kommt man an einigen kleinen Seen vorbei und passiert kurz vor Teror ein großes Viadukt, das mit dicken Drahtseilen abgespannt ist. Für die rund 20 km lange Strecke benötigt man unter 30 Minuten, sofern die Strecke frei ist.
Von Maspalomas
Startet man in Maspalomas, nimmt man zunächst die Autobahn GC-1 bis zum Einkaufszentrum Mirador. Dort hält man sich links und wechselt auf die GC-3 in Richtung Tamaraceite und Arucas. Hinter Tamaraceite geht es dann ab und fährt wie oben beschrieben auf der GC-21 nach Teror. Die Reisezeit beträgt rund 60 Minuten für die 68km lange Anfahrt. Es ist ratsam sich vorher über den Zustand der Autobahn zu erkundigen. Zwischen Cruce de Arinaga und Las Palmas bilden sich häufig längere Staus, die zu deutlich längeren Fahrzeiten führen.
Alternativ: Tour über die Insel
Wer etwas von der Insel sehen möchte, fährt komplett über kleine Landstraßen nach Teror. Das beginnt mit der GC-60 von Maspalomas über San Bartolomé und weiter bis Ayacata. Dort geht es ab auf die kleine Nebenstraße GC-600 mit toller Aussicht bis nach Cruce de Tejeda. Dort wechselt man für ein kurzes Stück auf die etwas breitere Landstraße GC-15 Richtung San Mateo und anschließend geht es über die Nebenstraße GC-230 und die GC-21 über den Ort Lanzarote und Valleseco nach Teror. Die Strecke ist fast exakt so lang wie die über die Autobahn. Aber man benötigt dafür rund zwei Stunden – eher mehr, weil man zwischendrin mit Sicherheit mehrmals anhält, um die Landschaft zu genießen. Aber das lohnt sich dafür auch wirklich.
Mit dem Bus nach Teror
Die einfachste Verbindung startet am Busbahnhof San Telmo in Las Palmas. Von dort fährt der Global L229 in etwa einer dreiviertel Stunde nach Teror.
Die schnellste Verbindung von Maspalomas aus startet in San Fernando mit dem Global L50 bis nach San Telmo Las Palmas. Und von Dort wieder der L229 oder der L216 nach Teror. Diese Fahrt dauert ohne Stau etwa 1:30 Stunden. Eine solch lange Busfahrt inklusive Umstieg ist aber nicht ganz so angenehm.
Karte
Parken in Teror
In Teror gibt es mehrere Parkplätze und ein Parkhaus in der Nähe des Zentrums und im Zentrum selbst. Der Parkhaus befindet sich direkt an der GC-21 am Plaza de Sintes. Hier lässt sich das Auto im Schatten und nur weinge Meter von der Basilika entfernt parken. Dies stellt die optimale Parkgelegenheit für einen Besuch an einem Wochentag dar.
Am Sonntag ist durch den Wochenmarkt das Parkhaus meistens voll belegt. Aber auch dann findet man oft noch einen Parkplatz entlang der Straße. Dieser kann dann aber auch mal einige Laufminuten und Höhenmeter entfernt liegen.