El Bufadero bei La Garita

El Bufadero bei La Garita ist ein natürliches Wasserloch in der Lavaküste von Telde, in dem die Brandung wie ein kleiner Geysir Wasser und Gischt in die Höhe schießen lässt. Das Schauspiel entsteht in einer Felsenhöhle, die unterirdisch mit dem Meer verbunden ist und durch eine Öffnung nach oben „atmet“ – daher der Name, der sich vom spanischen „bufar“ (fauchen) ableitet.

El Bufadero am der Küste von el Garita

Darum stößt El Bufadero eine Fontäne aus

El Bufadero liegt zwischen den Stränden La Garita und Playa del Pozuelo an der rauen, vulkanischen Steilküste von Telde. Die Wellen laufen über die scharfkantigen Basaltfelsen und unterirdisch durch Kanäle in das runde Lavaloch. Dabei wird Luft aus einer Kammer durch eine kleinere Öffnung fontänenartig nach oben gepresst, begleitet von einem deutlich hörbaren „Fauchen“. Rundherum verläuft eine Promenade, von der man das Naturschauspiel mit Blick auf den Atlantik gut beobachten kann.

Beste Voraussetzungen für den Bufadero-Effekt

Am eindrucksvollsten zeigt sich El Bufadero bei Flut beziehungsweise anlaufendem Wasser, wenn genug Wellenenergie vorhanden ist, um das Becken vollständig zu füllen. Optimal ist eine Kombination aus mittlerem bis starkem Wellengang und steigender Tide; bei absolut ruhiger See oder Ebbe bleibt der Effekt deutlich schwächer. Viele Besucher empfehlen daher die Planung rund um die Hochwasserzeiten, um die Wasserfontänen und Geräusche am intensivsten zu erleben.

Bei sehr hoher Tide und hohen Wellen verringert sich der Effekt wiederum, da der Pegel im Loch nicht tief genug sinkt, damit Luft in die Kammer gezogen werden kann. Der Unterschied lässt sich gut im hinteren Teil des Videos erkennen.
Tipp: Hier kann man sich über Tide-Zeiten und Höhen informieren.

Gefahren an der Küste

Nicht nur bei El Bufadero gilt, dass man sich bei Wind- und Wellenwarnungen der Küste nicht zu sehr nähern sollte. Ein nicht unerheblicher Teil der Wasser-Unfälle an den Küsten geschieht durch Unvorsichtigkeit bei Wetterwarnungen und roten Flaggen an den Stränden. Offizielle Wetterwarnungen für die Kanaren lassen sich bei meteoblue abrufen (Info: recht langsame Seite).

Direkt am Bufadero gibt es ungesicherte, teils rutschige Felsplatten ohne durchgehende Geländer, sodass man sich dem Rand nur mit großer Vorsicht nähern sollte. Unerwartet hohe Wellen, Gischt und nasse Felsen erhöhen die Rutsch- und Absturzgefahr, weshalb man Abstand von der Kante halten, nicht hinabsteigen und Kinder stets an der Hand behalten sollte. In diesem Fall sollte man sich das Spektakel von der Promenade aus ansehen.

Es wurden sogar schon Leichtsinnige beobachtet, die in das Loch springen und darin baden wollen. Das ist selbst bei geringem Wellengang grob fahrlässig, da durch die unterirdische Verbindung zum Meer unberechenbare Strömungen auftreten, die einen leicht in die Tiefe ziehen können.

Anfahrt und Parkplatz

El Bufadero befindet sich an der Küstenpromenade, die die Ortsteile La Garita und Hoya del Pozo verbindet; ein kleiner öffentlicher Parkplatz liegt in unmittelbarer Nähe des Zugangs zum Wasserloch. Von der Schnellstraße GC‑1 nimmt man am IKEA-Markt die Ausfahrt nach Telde/La Garita, folgt der Beschilderung zum Strand La Garita und fährt dann bis zu den Parkmöglichkeiten an der Küste, von denen ein kurzer Fußweg über die Promenade direkt zum Bufadero führt. Da man in der Regel von der Sehenswürdigkeit recht gefesselt ist und der Parkplatz von unten nicht einsehbar ist, sollte man im Auto keine Wertgegenstände und Taschen liegen lassen.

Von Maspalomas aus erreicht man den Parkplatz nach rund 40 km bzw. 30 Minuten Fahrtzeit.